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BewertungsPraktiker 2/2020

Publiziert in BewertungsPraktiker Freitag 29.05.2020
BewertungsPraktiker 2/2020

Fachinformationen zu Bewertungsfragen

Am 29.05.2020 ist der BewertungsPraktiker 2/2020 erschienen, welcher der Corporate Finance (Heft 05-06) beiliegt, u.a. mit folgenden Themen:

Unternehmensbewertung mit und nach Covid-19

Editorial

Die Corona-Krise betrifft uns alle. Die Digitalisierung ist in Bevölkerung und Wirtschaft in voller Breite angekommen. Facebook und Google verlängern ihre Regelungen zur Arbeit im Homeoffice für die meisten Angestellten bis Jahresende. Videokonferenzen und Webinare sind für viele zum täglichen Begleiter geworden. Was bedeutet jedoch Covid-19 für die tägliche Arbeit eines BewertungsProfessionals während und nach der Krise? Ist die Antwort auf diese Frage das bekannte Zitat „Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“? Jede Bewertung ist mit einer Vielzahl von Unsicherheiten behaftet. Dies gilt sowohl für die Prognose der Cashflows als auch für die Ableitung der Kapitalkosten. Der Fußabdruck der vergangenen Unternehmensentwicklung als Beurteilungsanker und Benchmark von Einschätzung künftig möglicher Entwicklungspfade von Unternehmen hat an Bedeutung verloren. Das Erarbeiten bzw. Plausibilisieren von mehrwertigen Entwicklungen der Geschäftsmodelle aus kurz-, mittel- und langfristiger Perspektive über Szenarioanalysen oder Monte-Carlo-Simulationen wird weiter an Bedeutung gewinnen.

Die Wirkungen der Insolvenzwahrscheinlichkeit, Kostenelastizitäten und dem Wertbeitrag von Flexibilität sind offensichtlich.

Ist die Corona-Krise vielleicht − ganz im Sinne von Joseph Schumpeters „schöpferischer Zerstörung“ (1942) − eine große Chance zur Veränderung? Wir meinen: Ja! Auch die EACVA befindet sich gerade in einem Umbruch und will die Chancen der Digitalisierung nutzen. Das Angebot an Live- und On-Demand-Webinaren befindet sich im weiteren Ausbau und bietet die Chance, unsere künftigen Präsenzveranstaltungen perfekt zu ergänzen. Qualifikation und Unterstützung bei Ihrer fachlichen Arbeit ist nach wie vor unser Ziel und wird es dauerhaft bleiben – eben virtuell und reell. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Informationen zum Thema Covid-19-Krise und ihrer Auswirkung auf Unternehmensbewertung. Wer ein wenig über den Tellerrand hinausschauen möchte, findet beim IVSC bzw. bei BVR unter folgenden Links eine Vielzahl an internationalen Informationen:

Auch in dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Thema und danken den Autoren für die kurzfristige Realisierung dieser aktuellen Beiträge!

Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Spaß beim Lesen.

Andreas Creutzmann (Vorstandsvorsitzender EACVA) und Wolfgang Kniest (Geschäftsführer EACVA)

WP/StB Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel, CVA: Berufsständische fachliche Hinweise zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf Unternehmensbewertungen

Sowohl der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft des deutschen IDW als auch die österreichische Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben kürzlich fachliche Hinweise zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf Unternehmensbewertungen veröffentlicht, die u.a. Fragen zur Unternehmensplanung und zu den Kapitalkosten behandeln.

Prof. Dr. Matthias Meitner, CFA / Prof. Dr. Felix Streitferdt: Kapitalkosten in Zeiten der Corona-Krise

Die Corona-Krise sorgt für spürbare Brüche in der zeitlichen Entwicklung von wichtigen Kapitalkostenparametern. Das Vor-Corona-Vorgehen zur Ableitung der Kapitalkosten erscheint daher aktuell in vielerlei Hinsicht nicht mehr sachgerecht. Der vorliegende Beitrag wirft einen Blick auf die wichtigsten Problemfelder und gibt Best-Practice-Empfehlungen.

Andreas Emmert, CFA, CIA: VBA gestützte Automatisierung von Vergleichsrechnungen in Microsoft Excel

Veränderungen von Eingaben in einem Berechnungsmodell in Microsoft Excel bewirken ihrerseits auch Veränderungen der Berechnungsergebnisse. Der Abgleich von solchen Veränderungen kann mitunter aufwendig sein, sodass eine VBA gestützte Automatisierung hilfreich ist. Die erforderlichen Schritte werden aufbauend auf den bisherigen Beiträgen zur Addin-Entwicklung an einem strukturierten Beispiel erläutert und zum Download bereitgestellt.

RAin Dr. Anja Köritz, LL.M.: BGH: Vorlage an den BGH zur Ermittlung der Barabfindung bei bestehendem Unternehmensvertrag

– OLG Frankfurt/M., Beschluss vom 20.11.2019 – 21 W 77/14 –

Im Spruchverfahren anlässlich des Squeeze-outs der Minderheitsaktionäre der Wella AG hat sich der 21. Zivilsenat des OLG Frankfurt/M. im Beschluss vom 20.11.2019 (21 W 77/14) mit der Ermittlung der Barabfindung bei bestehendem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag befasst und die sofortigen Beschwerden gegen den erstinstanzlichen Beschluss des LG Frankfurt/M. vom 22.07.2014 (3-05 O 277/07) dem BGH zur Entscheidung vorgelegt (sog. Divergenzvorlage). Der Senat beabsichtigt im konkreten Fall, den Barwert der Ausgleichszahlung als Mindestwert für die Ermittlung der Barabfindung im Rahmen des nachfolgenden Squeeze-outs heranzuziehen und damit von der Rspr. anderer OLG abzuweichen. Diese Rechtsfrage ist im konkreten Fall entscheidungserheblich, da dies zu einer weiteren Erhöhung der Barabfindung auf 93,84 € für Vorzugsaktien und 93,30 € für Stammaktien führen würde.

Prof. Dr. Bernhard Schwetzler / Dr. Benjamin Hammer: Betafaktoren

In dieser Ausgabe finden Sie Daten aus Thomson Reuters Datastream für den deutschen Kapitalmarkt zum Stichtag 15.04.2020. Die Zusammensetzung der Branchen orientiert sich an der offiziellen Brancheneinteilung des Prime Standard der Deutschen Börse AG.

Es wurden quartalsweise 2-Jahres Betas mit Tages-Returns über 2 Jahre berechnet (vgl. Tab. 2). Das 5-Jahres Beta wurde mit Monats-Returns über 5 Jahre berechnet (vgl. Tab. 3). Für
2020 basiert das 5-Jahres Beta auf Returns von Januar 2016 bis April 2020. Als Marktindex dient der Prime All Share der Deutsche Börse.


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