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BewertungsPraktiker 3/2019

Publiziert in BewertungsPraktiker Montag 23.09.2019
BewertungsPraktiker 3/2019

Fachinformationen zu Bewertungsfragen

Am 23.09.2019 ist der BewertungsPraktiker 3/2019 erschienen, welcher der CORORATE FINANCE Heft 09-10 beiliegt, u.a. mit folgenden Themen:

Editorial: Aktuelles rund um das IVSC

Ende Juli hat das International Valuation Standards Council (IVSC) unter www.ivsc.org die neuen International Valuation Standards veröffentlicht. In der vorgeschalteten Kommentierungsphase hatte auch die EACVA zur Entwurfsfassung des Standards und den Technical Revisions Stellung genommen. Diese und alle weiteren Stellungnahmen sind unter www.ivsc.org (Kurzlink: http://hbfm.link/5802, Abruf 05.09.2019) einsehbar. Unter anderem wurden die Asset-Standards um IVS 220 „Non-Financial Liabilities“ und der IVS 105 „Valuation Approaches and Method“ um Ausführungen zu Bewertungsmodellen erweitert. Unterschiedliche Rechte und Ansprüche von Kapitalgebern und deren grundsätzliche Berücksichtigung wurden in IVS 200 „Businesses and Business Interests“ aufgenommen.

Wir freuen uns sehr, dass unserer Empfehlung gefolgt wurde und unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Ballwieser in das Business Valuation Standards Board des IVSC berufen wurde und wünschen ihm viel Erfolg.

Das IVSC hat sich jüngst auch in der internationalen Diskussion um den Goodwill-Impairment-Test zu Wort gemeldet. In dem ersten Teil einer dreiteiligen Beitragsserie wird der Frage nachgegangen, ob der Goodwill ein sich abnutzender Vermögensgegenstand ist. Dies wird im Ergebnis verneint. Das IVSC ist an einer Diskussion unter den BewertungsProfessionals zu dem Thema interessiert und hat zu Feedback aufgerufen. Den Beitrag können Sie unter folgendem Link auf www.ivsc.org herunterladen http://hbfm.link/5803 (Abruf: 05.09.2019).

Auf unserer 13. EACVA Jahreskonferenz am 05. und 06.12.2019 in Berlin wird Sie Nick Talbot, IVSC Chief Executive Officer, begrüßen und den internationalen Konferenztag u.a. mit Prof. Aswath Damodaran, Marc Goedhart, Roger Grabowski und Lari Masten einleiten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Andreas Creutzmann (Vorstandsvorsitzender EACVA) und Wolfgang Kniest (Geschäftsführer EACVA)

Prof. Dr. Stefan Dierkes / Dr. Johannes Sümpelmann: Unternehmensbewertung mit einer Nachsteuerrechnung unter Berücksichtigung einer Kursgewinnsteuer

Bei der Bewertung von Unternehmen mit einer Nachsteuerrechnung ist zu beachten, dass die persönlichen Steuern sowohl im Zahlungsstrom als auch bei der Bestimmung der Eigenkapitalkostensätze zu berücksichtigen sind. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie die persönlichen Steuern unter Berücksichtigung des kursgewinnsteuerbedingten Zirkularitätsproblems bei einer Bewertung mit dem Flow to Equity-Verfahren in konsistenter Weise einzubeziehen sind. Darüber hinaus wird dargestellt, wie die Anpassung von Betafaktoren und die Bestimmung der Eigenkapitalkostensätze bei wertabhängiger Finanzierung unter Berücksichtigung der persönlichen Steuern zu erfolgen hat.

WP Dr. Jochen Beumer / StB Klaus Jürgens: Implizite Marktrisikoprämien und Marktrenditen von 2008 bis 2018

Implizite Marktrisikoprämien, die auf Basis von Börsenwerten und Ergebnisschätzungen für den Gesamtmarkt ermittelt werden, gewinnen gegenüber in der Vergangenheit erzielten Renditedifferenzen an Bedeutung. In aktuellen Diskussionen wird auch die These vertreten, dass nicht die Marktrisikoprämie als stabile Größe anzusehen sei, sondern die vom Kapitalmarkt geforderte Rendite. Rückgänge des Basiszinssatzes würden demnach durch eine Erhöhung der Marktrisikoprämie kompensiert. In der empirischen Studie für den Zeitraum 2008 bis 2018 werden daher nicht nur implizite Marktrisikoprämien, sondern auch erwartete implizite Marktrenditen abgeleitet. Die Studie zeigt eine hohe Korrelation von impliziten Marktrenditen und Basiszinssatz, so dass eher auf eine stabile Marktrisikoprämie als auf eine stabile Marktrendite geschlossen werden kann. Aufgezeigt wird auch der Zusammenhang zwischen der angenommenen nachhaltigen Wachstumsrate und der Höhe der impliziten Marktrisikoprämie.

Andreas Emmert, CFA, CIA: Suchen und Ersetzen in Kommentarfeldern mittels VBA

Suchen und Ersetzen von Textbausteinen stellt im Microsoft Office Paket eine häufig genutzte Funktionalität dar. In Microsoft Excel scheint diese Funktionalität allerdings weiterhin nur unvollständig umgesetzt zu sein. In dem Beitrag wird eine Möglichkeit aufgezeigt, dies in Microsoft Excel mit einer komfortablen und VBA gestützten Variante umzusetzen.

RAin Dr. Anja Köritz LL. M. / RA Dr. Christopher Scholz: Rechtsprechung: Net Asset Value bei vermögensverwaltenden und Immobiliengesellschaften

– OLG München, Beschluss vom 12.07.2019 – 31 Wx 213/17, Bayerische Immobilien AG, Bavaria Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH –

Im Beschluss vom 12.07.2019 – 31 Wx 213/17 hatte das OLG München über die anzubietende Barabfindung und Ausgleichszahlungen nach Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) für Aktionäre der Bayerische Immobilien AG, einer Münchener immobilienverwaltenden-Aktiengesellschaft, zu entscheiden. Das Immobilienportfolio der Gesellschaft bestand zum maßgeblichen Bewertungsstichtag (29.08.2002) aus insgesamt 327 Objekten, weit überwiegend in Spitzenlagen. Zudem hielt die Gesellschaft zwei nennenswerte Beteiligungen an anderen Unternehmen. In der Vorinstanz hatte das LG die Anträge auf Erhöhung der auf 22,16 € je Aktie festgesetzten Barabfindung zurückgewiesen und den jährlichen Ausgleich auf 1,51 € brutto abzüglich KSt und SolZ (netto 1,11 € je Aktie) festgesetzt. Der nach dem Bericht zum BGAV auf Basis des Net Asset Value (NAV) ermittelte Unternehmenswert betrug 15,72 € je Aktie. Bei der Überprüfung war das LG ebenfalls der Bewertung nach der NAV-Methode gefolgt und hatte einen Wert von 18,87 € je Aktie ermittelt.

Prof. Dr. Bernhard Schwetzler / Dr. Benjamin Hammer: Betafaktoren und Börsenmultiples

In dieser Ausgabe finden Sie Daten aus Thomson Reuters Datastream für den deutschen Kapitalmarkt zum Stichtag 15.07.2019. Die Zusammensetzung der Branchen orientiert sich an der offiziellen Brancheneinteilung des Prime Standard der Deutschen Börse AG. Die Daten sind sorgfältig erhoben und ausgewertet; dennoch kann eine Haftung für die Richtigkeit nicht übernommen werden.

Prof. MMag. Dr. StB Stefan O. Grbenic, CVA: Standard-Transaktionsmultiplikatoren

Die dargestellten Transaktionsmultiplikatoren basieren auf den Transaktionsdaten verschiedener M&A-Datenbanken (Schwerpunkt ZEPHYR), wobei Konsistenz sowohl in den Transaktionsdaten als auch in den Bezugsgrößen zwischen den einzelnen Datenbanken hergestellt wurde.

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