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BewertungsPraktiker 4/2020

Publiziert in BewertungsPraktiker Montag 30.11.2020
BewertungsPraktiker 4/2020

Fachinformationen zu Bewertungsfragen

Am 30.11.2020 ist der BewertungsPraktiker 4/2020 erschienen, welcher der Corporate Finance (Heft 11-12) beiliegt, u.a. mit folgenden Themen:

Editorial: Flexibilität als Asset

Editorial

Am 30.10.2020 durften wir zahlreiche Teilnehmer*innen bei unserer ersten Online-Bewerterkonferenz begrüßen. Vielen Dank für Ihre Flexibilität, kurzfristig mit uns auf das Online Format zu wechseln. Auch wenn wir den persönlichen Kontakt vermisst haben, konnten wir einen kurzweiligen Tag mit interessanten Vorträgen gestalten. Unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. Ballwieser hielt einen Keynote Vortrag zum Thema Beta × Marktrisikoprämie – Diskussion ohne Ende?! Inhaltliche Schwerpunkte der sechs Fachvorträge waren: Debt-Equity-Swaps, Auswirkungen der aktuellen und geplanten Insolvenzregelungen, Bewertung von Zombieunternehmen, Empirisches zum Adjusted Beta, die Ausschüttungsquote im Tax-CAPM und ESG als zunehmend relevanter Werttreiber in der Unternehmensbewertung. Eine Podiumsdiskussion zum Thema Unternehmensbewertung in der Krise – Chancen und Herausforderungen für BewertungsProfessionals rundete den virtuellen Konferenztag ab. Allen Mitwirkenden gilt unser großer Dank dafür.

Ebenso vielfältig sind die Themen in der vorliegenden Ausgabe des BewertungsPraktikers. Strategie, Geschäftsmodelle und Pfadabhängigkeiten künftiger Entwicklungen sind Themen des Beitrags von Dr. Reichel. Die Diskussion um ökonomische und buchhalterische Renditen greift Dr. Friedrich auf. Dr. Weimann gibt einen Überblick über empirische Befunde zum Verhältnis von börsenkurs- bzw. ertragswertbasierten Abfindungen bei Übernahmen. Weitere empirische Befunde zeigen Prof. Dr. Castedello/Schöniger im Rahmen der aktuellen KPMG-Kapitalkostenstudie mit Auswirkungen von COVID-19 auf Geschäftsmodelle, Planungsrechnungen und Kapitalkosten. Die Umsetzung von Planungs- und Bewertungsmodellen in Tabellenkalkulationsprogrammen ist fehleranfällig. Euring beleuchtet in seinem Beitrag Financial Modeling Standards, die Leitlinien und Strukturen zur Umsetzung geben. In der bekannten MS-Excel Rubrik zeigt Emmert weitere Tipps und Tricks rund um MS-Excel.

Vermissen Sie auch etwas? Wir vermissen in diesem Heft die Branchen-Betafaktoren von Prof. Dr. Schwetzler et al. Aufgrund von Umstellungen beim Datenlieferanten muss die Struktur der Aggregation und Aufbereitung leider grds. angepasst werden. Um die zeitliche Vergleichbarkeit sicherzustellen, wird diese Neuberechnung für alle Quartale 2020 erfolgen und wir werden darüber in Heft 1/2021 berichten.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Spaß beim Lesen.

Andreas Creutzmann (Vorstandsvorsitzender EACVA) und Wolfgang Kniest (Geschäftsführer EACVA)

Dr. Markus Reichel, CVA: Pfadabhängigkeiten, Strategiegestaltung und Vermeidung Strategischer Lock-ins

Pfadabhängigkeiten haben einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Sie müssen frühzeitig erkannt und bewertet werden. Damit bedeutet Strategieentwicklung, den optimalen Pfad zu identifizieren und ihn im Weiteren umzusetzen. Dies wird in dem Beitrag insbesondere anhand eines Fallbeispiels beleuchtet.

Dipl.-Kfm. Stefan Euring, CVA: Plädoyer für die Einhaltung eines Standards zur Erstellung von Finanzmodellen

Finanzmodelle können in Tabellenkalkulationsprogrammen wie Microsoft Excel relativ einfach erstellt werden. Leider sind sie gerade deshalb auch sehr fehleranfällig und benötigen ein hohes Maß anÜberprüfung und Dokumentation. Dafür stehen leider oft nicht genug Zeit und Ressourcen zur Verfügung. Die Einhaltung eines Standards zur Erstellung von Finanzmodellen kann die Fehleranfälligkeit der Modelle reduzieren und gleichzeitig die Produktivität der Modellersteller und deren Organisationen erhöhen. Eine Standardisierung der Finanzmodelle stellt darüber hinaus eine Chance zu einer weitergehenden Digitalisierung anhand unterstützender und weiterverarbeitender Software dar.

Dr. Tobias Friedrich: Zusammenhänge zwischen kapitaltheoretischen Rendite- und jahresabschlussorientierten Rentabilitätskennzahlen

Unternehmerische Entscheidungen über Investitionsprojekte basieren regelmäßig auf kapitaltheoretischen Kennzahlen wie dem internen Zinssatz. Da diese Kennzahlen üblicherweise nicht veröffentlicht werden, müssen Außenstehende etwa auf Jahresabschlüsse zurückgreifen, wenn sie die Leistung eines
Unternehmens beurteilen möchten. In praxi wird häufig die Frage aufgeworfen, ob kapitaltheoretische und jahresabschlussorientierte Kennzahlen systematische Zusammenhänge aufweisen. In diesem Beitrag werden die verschiedenen Kennzahlentypen strukturiert, gegenseitige Abhängigkeiten aufgezeigt sowie ein Prozessvorschlag entwickelt, anhand dessen sich konsistente Zielansprüche für Rendite- und Rentabilitätskennzahlen ableiten lassen.

RA Dr. Martin Weimann: Ertrags-/DCF-Wert und Börsenwert bei Unternehmensübernahmen und im Spruchverfahren

Aktienrechtliche Strukturmaßnahmen wie z.B. Unternehmensverträge, Verschmelzungen oder gar Squeeze-outs greifen in das verfassungsrechtlich geschützte (Aktien-)Eigentum von Minderheitsaktionären ein. Diese haben daher Anspruch auf vollen Ausgleich, was ihre Beteiligung am arbeitenden Unternehmen
wert ist. Vermehrt greifen Gerichte dazu in letzter Zeit auf den Börsenwert zurück. Doch spiegelt sich darin nicht der wahre Wert der Beteiligung am Unternehmen wider. Dieser Beitrag analysiert empirisch das Verhältnis von Börsenwert und Zukunftserfolgswert i.S.d. IDW S 1.

WP/StB Prof. Dr. Marc Castedello / WP/StB Stefan Schöniger: Kapitalkostenstudie 2020: Globale Wirtschaft – Suche nach Orientierung?

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat 2020 zum fünfzehnten Mal in Folge eine Kapitalkostenstudie mit dem Ziel durchgeführt, die von den bilanzierenden Unternehmen im Rahmen des Impairment-Tests nach IFRS verwendeten Kapitalkosten zu erheben und auszuwerten.
Unter dem Motto „Globale Wirtschaft – Suche nach Orientierung?“ zeigt die Studie die Auswirkungen eines sich zunehmend ändernden wirtschaftlichen Umfelds, einschließlich der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Geschäftsmodelle, Planungsrechnungen und langfristige Renditeerwartungen (Kapitalkosten).

Andreas Emmert, CFA, CIA: Benutzerdefinierte Shortcuts in Excel

Microsoft Excel bietet von Haus aus bereits eine umfassende Sammlung von Tastenkombinationen („Shortcuts“), die es dem Benutzer erleichtern, Arbeiten effizient und schnell zu erledigen. Für die Fälle, wo es darüber hinaus notwendig ist, konkrete eigene Automatisierungen bequem per Tastatur anzusteuern, wird im vorliegenden Beitrag eine Möglichkeit der Umsetzung mit VBA aufgezeigt.


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