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Purchase Price Allocation: Schnittstelle zwischen Bewertung, Rechnungslegung und Steuern

Bei M&A-Transaktionen ist die Purchase Price Allocation (PPA) weit mehr als eine technische Konsolidierungsbuchung – sie ist die zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmensbewertung, Rechnungslegung und Steuern. 

Ein aktueller Blogbeitrag von Michael Lembäcker (Grant Thornton Austria) beleuchtet, worauf es bei der Kaufpreisallokation ankommt.

Im Zentrum steht die systematische Verteilung des Kaufpreises auf Vermögenswerte und Schulden. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsstandards: Während IFRS 3 eine vollständige Neubewertung zum Fair Value ("Full Revaluation") vorsieht und den Goodwill nur im Rahmen eines Impairment-Tests abschreibt, begrenzt das UGB die Aufdeckung stiller Reserven und verlangt eine planmäßige Goodwill-Abschreibung über die Nutzungsdauer.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewertung immaterieller Vermögenswerte – von Marken über Kundenbeziehungen bis zu Technologie und Verträgen – sowie auf steuerlichen Aspekten wie latenten Steuern und dem Tax Amortization Benefit. Der Goodwill als Residualgröße lässt sich zudem über einen Vergleich von IRR und WACC plausibilisieren.

Die zentrale Botschaft: Eine frühzeitige Abstimmung zwischen Bewertungs-, Bilanzierungs- und Steuerexperten in der Pre-Deal-Phase hilft, künftige Bilanzstrukturen realistisch einzuschätzen und spätere Impairment-Fallen zu vermeiden.

Weiterführender Link: Purchase Price Allocation: Schnittstelle Bewertung, Rechnungslegung & Steuern – Grant Thornton Austria